Neue Turnierampel

Nachdem die alte Ampelanlage durch das Frühjahrshochwasser so schwer beschädigt worden war, dass eine Reparatur, falls sie denn angesichts der Technik aus den 1960er Jahren überhaupt noch möglich gewesen wäre, sinnlos erschien, wurde die komplette Neubeschaffung einer PC-gesteuerten Schießampel nach dem aktuellen Stand der Technik ins Auge gefasst.

Die Beschaffung eines kommerziellen Systems wäre wohl kaum, zumindest nicht in so kurzer Zeit, zu realisieren gewesen, aber es zeigte sich, dass der Eigenbau einer Ampelanlage dank des im Internet frei verfügbaren Softwaresystems „Archery Clock“ (www.archeryclock.com) von Henk Jegers, Boxtel/NL, mit Vereinsmitteln möglich sein sollte.

Die erste Planung sah vor, dass nur das externe Steuergerät, das die Computerdaten in für die Ampeln, Gruppenanzeige und Hupe geeignete Signale umsetzt, gebaut werden und die eigentlichen Lichtsignale durch ausgediente Verkehrsampeln realisiert werden sollten. Da diese Ampeln jedoch nicht rechtzeitig beschafft werden konnten, wurden auch die Lichtsignalanlagen selbst mittels LED-Strahlern aufgebaut, wobei ein 3D-Drucker gute Dienste leistete. Die vorhandene Gruppenanzeige wurde auf LED-Flächenleuchten umgerüstet, die Hupe wurde vorerst unverändert von der alten Anlage übernommen.

Die Steuerung erfolgt mit einem Notebook unter Windows 10, was wegen der bekannten Zwangsupdates nicht unproblematisch ist und besondere Vorsichtsmaßnahmen erfordert.. Die Bedienung des Systems, insbesondere die vielfältigen Voreinstellungen, erfolgt grundsätzlich am Bildschirm mittels Maus, die wichtigsten Funktionen im Turnierbetrieb sind jedoch über Tastaturbefehle zugänglich, die grundlegenden Befehle für den Ablauf können auch mit Drucktasten am externen Steuergerät aufgerufen werden.

Das 36. Internationale Kurz-FITA-Turnier des SvR am 08. September 2018 war nun die willkommene Gelegenheit, die neue Ampelanlage erstmals im realen Einsatz zu erproben. Diese Bewährungsprobe war erfolgreich und ließ keine wesentlichen Probleme erkennen. Der erste Einsatz war somit ein voller Erfolg, und man kann jetzt darüber nachdenken, ob man in Zukunft auch die weitergehenden Möglichkeiten von „Archery Clock“, wie Zeitanzeige oder kabellose Fernsteuerung, ausnutzen will.

Ich möchte an dieser Stelle Herrn Henk Jegers dafür danken, dass er das „Archery Clock“-System entwickelt hat und ausdrücklich auf eine kommerzielle Nutzung verzichtet, sondern dieses System der Allgemeinheit in vollem Umfang unter der GPL v3 als Open Source zur Verfügung stellt.

Klaus Kosten

 

   
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